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Der Circularity Score ist fertig!

  • Bild: Christopher Nobel | pixelio.de

Der Circularity Score ist fertig! Gemeinsam mit der RWTH Aachen (Prof. Dr. Linda Hildebrandt) und der FH Münster (Prof. Dr. Sabine Flamme) haben wir eine Bewertungsmethodik für Zirkularität beim Bauen entwickelt, mit der das Kreislaufpotenzial von Gebäuden und Bauteilen angegeben werden kann. Erstmals berücksichtigt ein solcher Score dabei die Treibhausgase sowie den kumulierten Rohstoffaufwand, der durch die Kreislaufführung eingespart werden kann und geht von den zu erwartenden Abfallfraktionen eines Rückbaus aus.

Die Kreislaufwirtschaft ist ein mächtiges Instrument für den Klima- und Ressourcenschutz. Es ist sinnvoll, Stoffe im Kreislauf zu führen, wenn sich dadurch Verbesserungen in der Klima- und Rohstoffbilanz von Produkten ergeben. Wenig zielführend dagegen ist eine zirkuläre Wirtschaft bei Stoffen oder Produkten, wenn damit keine positiven Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen oder den kumulierten Rohstoffaufwand erzielt werden können.
Alle Bewertungs- oder Messmethoden für Zirkularität, die auf der Masse der im Kreis geführten Stoffe beruhen, ignorieren diesen Zusammenhang. Denn die schiere Masse oder der Prozentsatz rezyklierter Rohstoffe in einem Produkt machen alleine keinerlei Aussage darüber, ob damit eine Reduktion der Treibhausgasemissionen oder des kumulierten Rohstoffaufwandes verbunden sind.
Die Juniorprofessur Rezykliergerechtes Bauen der RWTH Aachen von Dr. Linda Hildebrandt als Projektlead, Prof. Dr. Sabine Flamme vom Lehr- und Forschungsgebiet Ressourcen-, Stoffstrom- und Infrastrukturmanagement sowie die ResScore GmbH von Klaus Dosch haben sich vorgenommen, diese Lücke in der Bewertung der Kreislaufgerechtigkeit von Gebäuden zu schließen.
Im EFRE-geförderten Projekt „Circularity-Score“ werden nicht nur erstmals die Treibhausgasemissionen und der kumulierte Rohstoffaufwand zur Bewertung des Kreislaufpotenzials verwendet. Die entwickelte Methode stellt auch auf die voraussichtlichen Abfallfraktionen eines Gebäudes nach seinem Rückbau ab.
Damit greift der Circularity-Score die Philosophie der bisherigen drei Teil-Scores des Resource-Score der ResScore GmbH auf, mit der Bewertung sehr nahe an der Realität zu sein. Die Realität bei Rückbau von Gebäuden ist eben nicht der ursprünglich eingesetzte Stoff, der sortenrein zurückgebaut wurde. Die Realität bei Rückbau von Gebäuden sind verschiedene Gemische von Baustoffen und Bauteilen.
Der Circularity-Score macht bewusst keine Aussage über die Klimafreundlichkeit oder das Maß an Ressourcenschonung des Bauwerkes bei seiner Errichtung oder seinem Betrieb. Er bildet trennscharf das Potenzial am „End-of-Life“ des Gebäudes ab, wie es sich aufgrund der aktuell genutzten Rückbau- und Recyclingtechnologie zum Zeitpunkt der Erstellung des Circularity-Score ergibt.
Die Gebäudeperformance in Sachen Klimaschutz, Energie- und Rohstoffwende bilden die drei Scores für Klima, Energie und Material ab, die bereits von ResScore konzipiert wurden.

Das Projekt wurde als EFRE-Projekt von der EU und vom Land NRW kofinanziert.<o:p></o:p>

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